Projektmitarbeiter: Christian Ristig, René Fritzsche, Christian Siemers
Mit WatchCop wird eine Co-Prozessorarchitektur bezeichnet, die speziell zur Überwachung des aktuellen Zeitverhaltens eines von-Neumann-Mikroprozessors konzipiert wurde. Ansatzpunkt zur applikationsspezifischen Überwachung sind Instruktionen, die auf Maschinencodeebene in das Programm eingefügt werden und ein Monitoring des Programmlaufs ermöglichen.
Zwei generelle Varianten des Monitorings können gewählt werden:
Das Interface zwischen Prozessor und Co-Prozessor besteht aus Instruktionen, die die Kopplung durchführen, also z.B. Messpunkte definieren, und Signalen vom Co-Prozessor zum Prozessor, also IRQ bzw. Reset. Die Rückwirkung auf den Programmlauf durch die zusätzlich integrierten Instruktionen ist sehr gering, Benchmarks, die an einer Softcore-Implementierung durchgeführt wurden, zeigen, dass diese i.d.R. < 0,1 % sind.
Anwendungen sind eine Applikationsüberwachung oder auch Applikations-internes Scheduling zwischen Threads eines Prozesses, die ohne Hilfe eines Betriebssystems ausgeführt wird (siehe TEC [Time-Enhanced C]).
