Möbel Lab

Einrichtung eines Möbellabors und Showrooms an der TU Clausthal

Das Projekt ARBAY (www.arbay-projekt.de) ist im September 2018 gestartet und soll die Beratung und Konfiguration von großen, hochindividualisierbaren Gütern, wie z.B. Möbeln, ins heimatliche Wohnzimmer bringen.

Wir freuen uns, dass unser geplantes „Forschungswohnzimmer“ an der TU Clausthal fertig gestellt ist. Das Ziel war es einen Raum so herzurichten, dass er wie ein typisches Wohnzimmer wirkt. Dieser soll genutzt werden, um einerseits das ARBAY-System demonstrieren zu können und andererseits, um Studien im Kontext von Möbel-Beratungsgesprächen zu ermöglichen. Da wir unsere Studien nicht zu den Öffnungszeiten im Ausstellungsraum im Möbelhaus durchführen können, ist die dies eine sehr gute Variante um flexibel Studien im Rahmen von ARBAY durchzuführen. Das Forschungswohnzimmer steht dabei allen Partnern im Projekt zur Verfügung.

Das neue Forschungs-Wohnzimmer aus 2 verschiedenen Perspektiven

Es wurden bereits zwei Studien im Wohnzimmer durchgeführt. Diese Studien werden zurzeit analysiert und verschriftlicht.

Im Rahmen der Master-Abschlussarbeit von Herrn Gordon Brown (M.Sc.) wurde das Wohnzimmer bereits genutzt, um den Einfluss verschiedener Darstellungsformen und Verhalten von Avataren zu evaluieren. Die Avatare haben dabei aus der Ferne zugeschaltete Möbelberater verkörpert, um diese für den Kunden zu visualisieren. Die Zielsetzung der Studie ist zu ermitteln, inwieweit das Aussehen und das Verhalten des Avatars einen Einfluss auf den Erfolg eines Beratungsgesprächs nimmt. Die Teilnehmer der Studie haben die Microsoft HoloLens als Augmented-Reality Brille genutzt, um darüber unterschiedliche virtuelle Möbelstücke angezeigt zu bekommen. Der Berater hat dann mit ihnen ein Beratungsgespräch aus der Ferne durchgeführt in welchem der Kunde eine Couch kaufen sollte. Mit Hilfe der Augmented-Reality Brille kann die virtuelle Couch nahtlos neben den existierenden Möbeln angezeigt werden.

Kunde mit Augmented-Reality-Brille und für ihn sichtbare, virtuelle Couch im Raum

Zurzeit wird das Wohnzimmer im Rahmen einer studentischen Studie weiterverwendet. Das Ziel der Studie ist zu evaluieren, inwieweit verschiedene Tools einen aus der Ferne zugeschalteten Berater unterstützen können, eine optimalere Beratung zu gewährleisten. Die unterschiedlichen Tools werden dabei direkt mit Beratern im Möbelhaus evaluiert. Um die Perspektive der Kundenseite abbilden zu können, haben wir das neu eingerichtete Forschungswohnzimmer genutzt. Der Berater sieht so über seine unterschiedlichen Tools den Kunden in der häuslichen Umgebung und kann so die Beratung durchführen. Über die gleichbleibende häusliche Umgebung können die unterschiedlichen Tools gezielt miteinander verglichen werden. Der „Kunde“ trägt in diesem Falle ebenfalls eine Augmented-Reality-Brille, worüber der Berater in der Lage ist, die Umgebung betrachten zu können.

Virtuelle Darstellung des Forschungswohnzimmers wie auf einer VR-Brille sichtbar mit virtueller Couch, virtueller Hand des Beraters und Auswahl virtueller Couches

Sobald die Ergebnisse vorliegen und veröffentlicht wurden, werden diese ebenfalls über die ARBAY-Webseite zugänglich gemacht. Wir freuen uns im Projekt ARBAY darauf, mithilfe des Forschungswohnzimmers noch viele weitere Studien durchzuführen.

 

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